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Pädagogik

Pädagogischer Grundsatz

Der Grundsatz, nach dem in dieser Einrichtung gearbeitet wird, lautet: „Jedes Kind ist Konstrukteur seiner eigenen Entwicklung“ und hat das Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit. Dabei steht die Individualität eines jeden Kindes im Vordergrund der pädagogischen Unterstützung.

Des Weiteren stellt die Gewährleistung des Kindeswohls die Basis der pädagogischen Arbeit dar; denn jedes Individuum hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit sowie das Recht auf körperliche Unversehrtheit.

Darüber hinaus lebt das Personal in dieser Kindertageseinrichtung eine inklusive Pädagogik und betrachtet Vielfalt als normale Gegebenheit. Somit erfährt jedes Kind mit seinen unterschiedlichen Eigenschaften (zum Beispiel Hautfarbe, religiöse Orientierung, Muttersprache) Anerkennung und Wertschätzung. Kinder sind aktiv, wissbegierig und wollen sich die Welt aneignen. Dabei lernen sie durch Nachahmung oder Experimentieren ihr Umfeld Schritt für Schritt kennen. Gemeinsam mit den Erziehungsberechtigten möchte das pädagogische Personal die Interessen der Kinder aufgreifen, neue Impulse setzen und die kindlichen Kompetenzen ganzheitlich fördern. Im Zentrum stehen dabei folgende Basiskompetenzen:

  • Entwicklung zu einer eigenständigen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit
  • Verantwortungsbereitschaft, Gemeinsinn und Toleranz
  • Unterstützung der Aneignung von Wissen und Fertigkeiten in allen Entwicklungsbereichen
  • Mitgestaltung des Kindergartenalltags durch das Kind
  • regelmäßige Beobachtung und Dokumentation der Entwicklung des Kindes

Partizipation

„Partizipation heißt, Entscheidungen, die das eigene Leben der Gemeinschaft betreffen, zu teilen und gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden.“ (Dr. Richard Schröder 1996)

Sie umfasst Formen der Mitwirkung und Mitbestimmung für Kinder und Erziehungsberechtigte.

Für die Partizipation in der Kindertageseinrichtung sprechen folgende Argumente:

  • Die Kinder übernehmen, mit Begleitung, Verantwortung für bestimmte Aufgaben.
  • Sie lernen ihre Wünsche und Interessen wahrzunehmen und zu formulieren, aber auch die Interessen anderer zu akzeptieren (solidarische Entscheidungsprozesse werden gestaltet).
  • Das Kind erschließt seine Umwelt selbststätig und aktiv. Deswegen können die Kinder nahezu alle Räumlichkeiten im Freispiel teilweise auch ohne Begleitung von Erwachsenen nutzen.
  • Die Kinder entscheiden selbst, wo, mit wem und wie lange sie mit welchen Materialien spielen möchten.
  • Regeln werden mit den Kindern gemeinsam entwickelt, so dass diese für sie verständlich und umsetzbar sind.
  • Die Stärkung der Selbstkompetenz der Kinder. Deswegen ist es dem pädagogischen Personal ein besonderes Anliegen, die Kinder mit zunehmendem Alter zu befähigen, ihre Konflikte eigenständig zu lösen und Handlungsstrategien zu entwickeln.

Das "Teiloffene Konzept"

Die pädagogische Arbeit basiert auf dem teiloffenen Konzept.

Jedes Kind hat demnach einen festen Platz in seiner „Stammgruppe“. In der Stammgruppe feiert es seinen Geburtstag, und dort trifft es sich täglich zum gemeinsamen „Kindertreff“. Die pädagogischen Angebote und Impulse außerhalb des „Kindertreffs“ finden gruppenübergreifend in den Funktionsbereichen statt. In der Freispielphase können die Kinder die Funktionsräume, wie zum Beispiel den Baubereich, das Atelier und den Wassererlebnisraum im Haus nutzen (zum Teil auch selbstständig).

Als konstanter Ansprechpartner ist für die Kinder stets eine „Bezugserzieherin“ der „Stammgruppe“ im Gruppenraum. Die Betreuung in den einzelnen Funktionsbereichen erfolgt in diesem Haus nach dem Rotationssystem.

Auf diese Weise werden die Entscheidungsfähigkeit, Selbstständigkeit und Selbsttätigkeit der Kinder gefördert, da die Kinder selbst wählen können wo sie, wie lange, was sie mit wem spielen möchten. Außerdem lernen die Kinder in der sozialen Interaktion mit Anderen Konflikte zu lösen, und durch die Erfahrung in unterschiedlichen Gruppenkonstellationen wird ihr Selbstbild und Selbstbewusstsein gestärkt.

Die konzeptionelle Aufteilung in Funktionsräume ermöglicht des Weiteren eine Vielfalt an Angeboten und Impulsen, welche die Erfahrungsmöglichkeiten erweitern.

Pädagogische Angebote und Projekte

In dieser Kindertageseinrichtung finden regelmäßig Projekte statt, die situationsorientiert ausgewählt werden. Sie entsprechen somit den Interessen und Bedürfnissen der Kinder und sind abhängig von ihrer Alltags- und Lebenssituation.

Zu den Projekten werden jeweils Spiele, Lieder, Bücher, Bewegungsangebote, Kreativangebote, Experimente, Exkursionen und vieles Mehr passend ausgewählt und umgesetzt. Dabei orientiert sich das Personal stets an den Bildungsbereichen, um dem Anspruch einer ganzheitlichen Förderung gerecht zu werden.

Zudem finden viele pädagogische Aktionen und Angebote statt, wie beispielsweise Sprachförderung, Turnen, Musikprojekt, Altenheimbesuche, Feste.

Naturpark-Kita

"Wir werden Naturpark –Entdecker"

Die Natur wird nie langweilig, da sie sich ständig verändert. Die Natur bietet vielfältige Möglichkeiten zur Körper- und Sinneserfahrung, denn Kinder lernen verstärkt über selbsttätiges ausprobieren und anfassen. Das Kind soll im Einklang mit der Natur aufwachsen und durch Erfahrungen und Erlebnisse eine positive, natürlich gewachsene, wertschätzende Beziehung zu seiner Umwelt und sich selbst aufbauen. So wird eine Basis für einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit der Natur geschaffen.

In einer engen Kooperation mit dem Naturpark Schwalm-Nette ist die Kindertageseinrichtung „Unter’m Regenbogen“ in einem Pilotprojekt im April 2018 zur offiziellen „Naturpark-Kita“ qualifiziert worden.

  • In einer Naturpark-Kita werden naturnahe Lernorte besucht, die die Geschichte und die Landschaft unserer Region dem Kind anschaulich darstellen.
  • Es werden Themen, die den Naturpark Schwalm-Nette betreffen aufgegriffen.
  • Die Vermittlung für das Bewusstsein einer nachhaltigen Entwicklung (BNE) steht im Mittelpunkt.

Dieses Pilotprojekt findet in enger Kooperation mit der Kindertageseinrichtung „Unter'm Regenbogen“ statt. Des Weiteren beteiligen sich drei weitere Kindertageseinrichtungen aus dem Naturpark Schwalm-Nette an diesem Projekt.

Natur in der Kindertageseinrichtung „Unter’m Regenbogen“

Die Lage nah an Wald, Feld und Gewässer bietet zusätzlich zum großzügigen Außengelände viele Spiel-, Bewegungs- und Erfahrungsmöglichkeiten. Da bietet es sich an, diese Lage für die pädagogische Arbeit zu nutzen. Durch die eigenmotivierte Teilnahme des Kindes an dem wöchentlich stattfindenden Waldtag, gehen wir gezielt auf die Interessen und Fragen des Kindes ein. Zusätzlich zu diesem Angebot findet zweimal im Jahr eine Natur- und Waldwoche für die gesamte Einrichtung statt. Dies bietet sowohl die Möglichkeit, an Projekten zu arbeiten aber auch situationsorientiert auf die Entdeckungen des Kindes einzugehen.